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Bewertungen, Kontaktdaten für Caserne DCA

Caserne DCA
Adresse: Caserne DCA, 1530 Payerne, Schweiz
Telefonnummer: 058 482 22 00
Zustand: Vaud
Bezirk: Broye-Vully
Stadt: Payerne
Postleitzahl: 1530


Bewertungen
Rezession PayernennZuerst hielt ich es für einen besonders kreativen Marketing-Gag einer wenig erfolgreichen Werbeagentur, als ich die verlockende Option erhielt, 18 Wochen All-Inclusive-Urlaub mit Unterkunft, Vollpension und einem Erlebnisprogramm der Extraklasse zu buchen. Nach einem vorgängigen Präparations-Workout bestehend aus diversen sinnfrei erfundenen Disziplinen und einer charmanten Vergabe von Sportpunkten in stickiger Turnhallenluft – war klar: Der Traumurlaub ist offiziell gebucht.nDie Anreise ins exklusive Resort Payerne Beach gestaltete sich luxuriös. Ich wurde am Bahnhof standesgemäß mit einem klimatisierten Transportwagen abgeholt – mit großzügiger Beinfreiheit und manueller Einstiegshilfe inklusive. Kaum angekommen, wurde mir eröffnet, dass ich sogar die Chance hätte, die Vorzüge eines vollumfänglichen Kampfjets zu genießen – ganz ohne Meilenprogramm.nSchon in den ersten Tagen wurde ich in diverse Unterhaltungsformate eingebunden und bekam sogar die exklusive Aussicht auf eine Verdoppelung meines Aufenthalts, welche sich unter dem Decknamen „Wachtmeisterlaufbahn“ tarnte.nDoch der Glanz des Resorts begann schon bald zu bröckeln. Nach einem fröhlichen Gruppensingen in der Begegnungszone der Duschanlage wurde uns Gästen in gewohnt freundlichem Tonfall angedroht, dass das Warmwasser ersatzlos gestrichen würde – vermutlich Teil des internen Nachhaltigkeitskonzepts. Und als wäre das nicht genug, wurde ich nach einem kulinarisch grenzwertigen Abendessen in einer der gut besuchten Wirtschaften in Downtown Payerne plötzlich auf dem Flur in ein abruptes „ACHTUNG!“ versetzt. Ich hätte dem diensthabenden Unteroffizier ja gerne mitgeteilt, dass mir diese Form von Abendanimation nicht besonders zusagt – doch leider war ich in diesem Moment damit beschäftigt, meine entgleiste Pijamahose wiederzufinden.nImmerhin zeigte das Offizierspersonal nach einigen Minuten ein gewisses Maß an Verständnis – oder vielleicht auch Resignation. Jedenfalls wurde der Vorfall nicht weiter thematisiert.nErholung blieb jedoch insgesamt aus. Besonders für vegetarisch veranlagte Gäste war die Küche ein tägliches Ratespiel, bei dem selbst erfahrene Gaumen kaum zwischen Hauptspeise und Beilage unterscheiden konnten – geschweige denn zwischen warm und kalt.nAllen zukünftigen Gästen dieses Resorts empfehle ich folgenden Geheimtipp: Wer sich beim Präparations-Workout als Waffenlos einstuft, darf sich auf einen Aufenthalt ohne Reinigungsarbeiten an Sturmgewehren, ohne Obligatorschiessen und mit reduziertem Risiko für spontane Schiessstand-Ausflüge freuen. Wer allerdings scharf auf scharfe Munition ist, muss eben abwägen, was ihm wichtiger ist: Wellness oder Waffen.
Freundliches Personal, auch die Führung ist sehr freundlich, viel Platz für sportliche Aktivitäten aller Art.nKüche liess zu wünschen übrig, aber auf die hatte die Führung dieser Einrichtung leider keinen Einfluss.n6/10, würde wieder für fünf Wochen hintereinander Wache stehen.
Absolute Frechheit.nIch musste während meines Dienstes mehrfach über 13 Stunden warten, bis mich endlich ein Arzt untersuchte. Nachdem ich eine Nacht in der Krankenstation verbringen musste und kein Ladekabel dabeihatte, hatte ich schlicht Pech: Ich war über zwei Tage ohne Akku, durfte das Areal nicht verlassen, und auf meine Nachfrage nach einem Ladekabel bekam ich lediglich die zynische Antwort: „Falls eins vom Himmel fällt, bringe ich es dir.“nnNach einem Notfall in Fribourg wurde bei mir eine starke Bronchitis festgestellt. Die einzige Behandlung bestand aus Dafalgan 4× täglich. Eine Nacht später galt ich plötzlich wieder als „gesund“.nAm Wochenende musste ich zu meinem Privatarzt, da ich 39 Grad Fieber und Atemnot bekam.nnAm Montagmorgen erneut hier übernachtet, am Dienstag wieder dieselbe Diagnose: gesund.nDas Allerletzte war jedoch, dass ich mehrfach nach einem Hustenblocker gefragt habe und konsequent ignoriert wurde.nnIch frage mich ernsthaft, wofür unsere Steuergelder verwendet werden.nNie mehr wieder.
Ich habe ursprünglich 18 Wochen in dieser Unterkunft gebucht, allerdings wurde mein Aufenthalt nach 13 Wochen spontan umgebucht und ich soll nun die letzten 5 Wochen in einer Partnerunterkunft in Meiringen verbringen.nDas Ausflugsangebot war vor allem zu Beginn äußerst innovativ. Die örtlichen Reiseleiter meist in Tarnanzug und mit durchdringender Stimme ausgestattet führten uns zu den versteckten Sehenswürdigkeiten der Region: Schiessstände in idyllischer Naturkulisse, romantisch abgelegene Hügel mit Funkgerät und natürlich das absolute Highlight: ein charmant versteckter Bunker, der mit seinem Betonflair echtes Wellness-Feeling aufkommen liess.nDie Vollpension war inklusive, wobei das Spektrum von Chili Con Carne über MREs „Menüs Raffinierter Einfachheit“ bis hin zu tiefgefrorenen Pariser Weggli reichte.nDie Tagesplanung war stets sehr ambitioniert, aber in der Praxis eher als grober Vorschlag zu verstehen. Zeitliche Abweichungen von einigen Stunden galten offenbar als Teil des Entertainmentprogramms und Überraschungseffekt.nDas Personal war zwar stets präsent, zeichnete sich jedoch durch einen rustikalen, autoritären Führungsstil aus – ein freundliches „Bitte“ hörte man seltener als das Marschieren im Gleichschritt. Die Gäste wurden angehalten, die sanitären Anlagen sowie die restliche Unterkunft selbst zu reinigen – vermutlich Teil eines neuartigen Wellness-Konzepts namens „Militär-Mindfulness“.nDie Zimmerbelegung entsprach dem Konzept der sozialen Nähe: 14-Bett-Zimmer mit Schnarchkonzert und exotischen Geruchserlebnissen.nNach diesen 13 Wochen fühlte ich mich leider weniger erholt als erhofft. Ich vermute, es lag an der sportlich durchgetakteten Tagesagenda, dem spartanischen Komfort und der Gruppendynamik mit 13 ebenfalls semi-erholungsorientierten Co-Gästen.nIch hoffe, dass die Partnerunterkunft in Meiringen etwas mehr auf Wellness setzt – ein Spa-Bereich, Yoga-Angebote oder wenigstens ein Frühstücksbuffet mit warmem Kaffee anbietet. Alternativ würde auch schon eine Woche ohne Weckdienst um 05:45 Uhr Wunder wirken.
Habe 1994 dort die zweite Stinger RS absolviert. Top Kaserne und Infrastruktur. Immer sehr gut gegessen. Schade sin die Stinger jetzt in Grandvillar.
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